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  • AutorenbildSarah Höfler

Gelebte Transparenz – warum abgestimmt wird, wie abgestimmt wird

Aktualisiert: 23. Jan. 2021

Wir haben uns immer für eine Ausweitung der Transparenz stark gemacht. Für uns gehört auch zur Transparenz, dass die Beweggründe für eine Entscheidung transparent dargestellt werden. Bei der Abwägung der Vor- und Nachteile können Menschen zu einem unterschiedlichen Ergebnis kommen – das ist vollkommen legitim – für die Bürgerinnen und Bürger ist es aber wichtig und interessant, welche Aspekte für einen Entscheider besonders wichtig waren und welche weniger und wie eine Entscheidung zustande kam. Daher werden wir selbstverständlich unsere Standpunkte veröffentlichen und würden uns freuen mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und die Themen sachlich zu diskutieren.


Thema: Solar-Park Cadolzburg

Wir sprechen uns für Erneuerbare Energien, deren Erzeugung vor Ort erfolgt aus. ABER: nicht um jeden Preis.

Der Solar-Park Cadolzburg entsteht deutlich entfernt von vorhandener Bebauung auf einem grünen Acker, auch wenn sich dort eine Stromleitung befindet, wird eine bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche „zugebaut“. Dies sehen wir als Verlust.

Zudem wird der Solar-Park Cadolzburg alleine im Grünen stehen und die zusammenhängende Landschaft durchschneiden.

Aus den Stellungnahmen der Beschlussvorlage geht hervor, dass es sich bei dieser Fläche um eine überdurchschnittlich gute landwirtschaftliche Fläche im Landkreis Fürth.

Wir sehen durch die Errichtung des Solar-Parks Cadolzburg einen Präzedenzfall für weitere Solar-Parks. Wenn überdurchschnittlich gute Böden mitten im Grünen zugebaut werden dürfen, welche Argumente führt man dann beim nächsten Antrag an, wenn die oben genannten Gründe offensichtlich weniger Bedeutung haben als die Umsetzung der Energiewende.

Wir stehen für die Energiewende, für den Ausbau Erneuerbarer Energien, auch für Freiflächenanlagen, aber nicht mitten in der Landschaft auf überdurchschnittlich guten Flächen und ohne klares Signal, dass es einen besonderen Grund für die Anlage an diesem Standort gibt. Nur das Argument, dass die Anlage den vergleichbaren Stromertrag bringen wird wie 1.800 Dächer, ist kein Grund diese Fläche zu bebauen. Diese Dächer stehen bereits auf versiegelten Flächen, für den Solarpark wird gute und notwendige landwirtschaftliche Fläche zusätzlich „bebaut“. Wir würden uns freuen, wenn mehr Dächer für Solaranlagen genutzt werden würden und nicht freie Flächen dafür genutzt werden. Diese freien Flächen wurden bereits immer weniger, daher gilt es sie zu schützen.


Wir lehnen den Solar-Park Cadolzburg daher ab, sehen aber Chancen im Ausbau der Dachanlagen und meinen, dass hier die Gemeinde als Informationsbereitsteller auftreten und regionale Unternehmen und Bauwillige in einer Informationsveranstaltung oder Messe zusammenbringen könnte. Energiewende voranbringen und regionale Wirtschaft fördern!











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